Steuern: wofür und wie viel?

Steuern sind für viele Berufseinsteiger:innen der erste Kontakt mit «Erwachsenen-Bürokratie». Hier die Grundlagen, von der Frage, wofür Steuern überhaupt da sind, bis zur fertigen Checkliste für deine erste Steuererklärung.

Wofür zahlen wir überhaupt Steuern?

Steuern finanzieren die Infrastruktur und Leistungen, die jede und jeder täglich nutzt, auch wenn man es selten direkt merkt. Dein Steuerfranken fliesst grob in drei Töpfe:

Wie viel wohin geht, bestimmst du über Steuersatz und Wohnort mit, Kantone und Gemeinden legen ihre Sätze selbst fest, deshalb unterscheidet sich die Steuerbelastung teils stark je nach Wohnort.

Was muss überhaupt versteuert werden?

Sobald du volljährig bist und/oder ein eigenes Einkommen hast, musst du in der Regel selbst eine Steuererklärung ausfüllen, auch bei einem kleinen Lehrlingslohn. Besteuert werden im Grundsatz:

Ausländische Arbeitnehmer:innen ohne Niederlassungsbewilligung C werden oft per Quellensteuer direkt über den Lohn besteuert (siehe Lohn & Abzüge), alle anderen füllen die Steuererklärung selbst aus.

Checkliste: Das brauchst du für deine erste Steuererklärung

Sammle diese Unterlagen am besten schon während des Jahres, statt kurz vor der Frist zu suchen.

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Checkliste: Erste Steuererklärung

Lohnausweis, Kontoauszüge, Belege & Co. auf einen Blick, als PDF zum Ausdrucken oder Abhaken am Handy.

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Was kann von den Steuern abgezogen werden?

Nicht der ganze Bruttolohn wird besteuert, Abzüge reduzieren dein steuerbares Einkommen und damit direkt deine Steuerrechnung.

Belege sammeln

Quittungen für Weiterbildungen, Fachliteratur, ÖV-Abos oder Spenden während des Jahres aufbewahren, das spart am Ende bares Geld. Ein Blick ins kantonale Steueramt oder ein Steuerprogramm lohnt sich beim ersten Mal, um keine Abzüge zu verpassen.

Steuerprogression: Warum mehr Lohn nicht gleich viel mehr Netto bedeutet

Die Schweiz kennt eine progressive Einkommenssteuer: Je mehr du verdienst, desto höher der Steuersatz auf die zusätzlichen Einkommensteile. Wichtig zu wissen, wenn der Lohn nach der Lehre plötzlich steigt, mehr Brutto bedeutet nicht automatisch proportional mehr Netto.

2%
CHF 30'000
6%
CHF 50'000
11%
CHF 80'000
17%
CHF 120'000
24%
CHF 200'000

Illustrativer Steuersatz auf das Gesamteinkommen (Bund + Kanton + Gemeinde, vereinfacht, kantonal stark abweichend), keine Steuerberatung.

Säule 3a, Steuern sparen fürs Alter

Die Säule 3a ist die dritte von drei Säulen im Schweizer Vorsorgesystem (siehe Lohn & Abzüge). Für die Steuererklärung reicht zu wissen: Was du einzahlst, kannst du bis zu einem jährlichen Maximalbetrag direkt vom steuerbaren Einkommen abziehen, dafür ist das Geld bis kurz vor der Pensionierung gebunden.

Warum früh beginnen so viel bringt

Wer früh mit der 3a beginnt, profitiert am meisten vom Zinseszinseffekt über Jahrzehnte. Mehr zur 3a mit ETF statt nur als Konto unter Investieren.

Die 5 wichtigsten Takeaways

  1. Steuern finanzieren Bund, Kanton und Gemeinde, von Bildung über Gesundheit bis Infrastruktur.
  2. Auch mit kleinem Lehrlingslohn musst du meist selbst eine Steuererklärung ausfüllen, Einkommen und Vermögen zählen.
  3. Berufsauslagen, Weiterbildung, Säule 3a und Spenden senken dein steuerbares Einkommen.
  4. Die Steuerprogression heisst: mehr Lohn bedeutet einen höheren Satz auf den zusätzlichen Teil.
  5. Säule-3a-Einzahlungen sparen jedes Jahr Steuern, sind aber bis kurz vor der Pensionierung gebunden.